Stimme - Neurologische Sprachstörungen

Das Gehirn ist die Schaltzentrale des Körpers und der Sprache. Werden aufgrund einer Erkrankung (z.B. Schlaganfall, Hirnblutung) oder einer Verletzung (z.B. Schädelhirntrauma) die für die Sprache zuständigen Areale des Gehirns geschädigt, kann es zu Sprachstörungen kommen.
Eine APHASIE kann zur Beeinträchtigung der gesprochenen Sprache, sowie auch der geschriebenen Sprache, beim Lesen und Schreiben (DYSLEXIE, DYSGRAPHIE) führen.
Die Betroffenen können aber auch Schwierigkeiten zeigen, Sprache zu verstehen (SPRACHVERSTÄNDNISSTÖRUNG) oder die Fähigkeit zu schlucken (DYSPHAGIE) kann erschwert sein.
Die Betroffenen sind aber nicht in ihrem Denken eingeschränkt, sondern haben eine Sprachstörung. In jedem dieser Fälle liegt eine dramatische Veränderung der Lebenssituation vor, die eine Ausgrenzung aus dem sozialen Leben, Berufsunfähigkeit oder eine totale Sprachlosigkeit zur Folge haben kann.

Die logopädische Therapie richtet sich nach einer ausführlichen Diagnostik auf die individuellen Störungsbereiche. Mit gezielten Übungsmaßnahmen werden die verschiedenen Bereiche der Sprache (Wortfindung, Artikulation, Sprachverständnis, Lesen, Schreiben, Grammatik, Ausdauer und Konzentration) angeregt oder es werden neue Umwegstrategien erlernt, um eine Verbesserung der Kommunikation und damit eine Wiedereingliederung in das soziale Leben zu ermöglichen.
In vielen Fällen ist die Zusammenarbeit mit anderen therapeutischen Bereichen (Physiotherapie, Ergotherapie, Neuropsychologie) sinnvoll, hilfreich und notwendig.
Neben der direkten Betreuung der Betroffenen, biete ich auch die Beratung von Angehörigen an.