Sprechen - Störungen des Redeflusses

Sprechunflüssigkeiten treten meist im Rahmen der sensiblen Phase der Sprachentwicklung auf (ca. zwischen 2. und 5. Lebensjahr). Ungefähr 80% aller Kinder machen diese Phase der physiologischen Unflüssigkeiten während ihres Spracherwerbs durch und die Symptome verschwinden üblicherweise nach wenigen Wochen oder Monaten wieder.
Erst bei länger bestehenden oder stärker ausgeprägten Symptomen (z.B. Anstieg der Körperspannung, Sprechblockaden, vielfachen Wiederholungen von Lauten/Wörtern, Vermeiden von Sprechsituationen, Mitbewegungen) spricht man von STOTTERN.
Die Ursache des Stotterns ist weiterhin uneindeutig, man kann aber davon ausgehen, dass zur Entstehung und Aufrechterhaltung des gestörten Redeflusses mehrere Faktoren zusammenwirken.

In einem ausführlichen Erstgespräch und einer genauen logopädischen Abklärung wird versucht, die einwirkenden Faktoren zu erkennen und diese mit den Eltern zusammen zu verändern, so dass das Kind sich in einem entlastenden sprachlichen Umfeld bewegen kann.
In der Einzeltherapie lernt das Kind einen lustvollen Umgang mit seinem Sprechen, die Sprechfreude steht im Vordergrund. Dieser unbeschwerte Zugang ist der erste Schritt, starke Auffälligkeiten durch leichtere (entspanntere) zu ersetzen. Das Kind lernt, dass es schwierigen Sprechsituationen nicht ausweichen muss, denn der Inhalt des Gesagten ist von Bedeutung und nicht dessen sprachliche Form.