Stimme - Störungen des Schriftspracherwerbs

Das Lesen- und Schreibenlernen ist eng mit dem Spracherwerb verknüpft. Schwierigkeiten beim Erlernen der Schriftsprache werden als LESE-RECHTSCHREIBSCHWÄCHE bezeichnet. LEGASTHENIE ist eine Sonderform.
Der Schriftspracherwerb ist abhängig von den Fähigkeiten im Bereich der Wahrnehmungs-, sensorischen und motorischen Entwicklung (z.B. Hören, Sehen) und deren Verschaltungen untereinander.
Die betroffenen Kinder zeigen je nach Ausprägung, Auffälligkeiten im Bereich der Rechtschreibung (z.B. Verwechslung, Auslassungen), des Lesens (z.B. sehr verlangsamtes Lesen, fehlendes Lese-Sinnverständnis) und in verschiedensten Wahrnehmungsbereichen (z.B. Lautunterscheidung, auditive Merkfähigkeit, Feinmotorik). Diese Lernschwäche kann zu Nervosität, Konzentrationsstörungen, Schulangst bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten führen.

Nach einer multidisziplinären Abklärung bietet die Logopädie individuell abgestimmte Übungsbereiche an, die vor allem die Verbesserung der auditiven Wahrnehmungsfähigkeiten (Unterscheiden, genaues Hinhören, Merken von Gehörtem) zum Ziel haben.
Eine ganz große Bedeutung kommt bei dieser Lernschwäche der Zusammenarbeit mit den Eltern, der Schule und anderen therapeutischen Bereichen zu.